Die besten Buchmacher in Deutschland 2026: Zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis im Vergleich

Updated Oktober 2026
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Die Suche nach dem besten Buchmacher in Deutschland führt zuerst zur Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Nur wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist steht, darf hierzulande überhaupt Sportwetten anbieten. Wer auf einer anderen Seite landet, landet bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis — und damit ohne den Schutz, der an diese Erlaubnis geknüpft ist.

Fünf Holzfiguren stehen in einer Reihe auf einem Tisch, die erste Figur ist leicht nach vorn gerückt.
Auf der GGL-Whitelist ist für betway die Betway Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.03.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Was ein Buchmacher tut und was er dafür verlangt

Ein Buchmacher legt Quoten fest, rechnet eine Marge ein und zahlt Gewinne nach dem offiziellen Ende des Ereignisses aus. Mehr steckt hinter dem Wort nicht. Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festen Quoten an, und die Auswahl für einen Spielenden hängt an drei Dingen: der Erlaubnis, dem Angebot und der Bedienung. Der Rest ist Marketing.

Ein leerer Papier-Wettschein und ein Kugelschreiber liegen auf einer Theke aus hellem Holz im Tageslicht.
Die GGL-Whitelist führt für betano die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der Begriff selbst ist enger, als die Umgangssprache glaubt. In der Rechtssprache des Rennwett- und Lotteriegesetzes ist der Buchmacher der Pferdewetten-Anbieter; im lockeren Sprachgebrauch ist jeder Sportwettenanbieter gemeint. Wer rechtliche Aussagen trifft, spricht vom Veranstalter von Sportwetten und von der Erlaubnis, nicht von der Lizenz. Dieses Wortspiel ist kein Selbstzweck: Es erklärt, warum in Verträgen und Behördenverlautbarungen Begriffe auftauchen, die auf keiner Wettseite stehen.

Was der Anbieter vom Wetteinsatz behält

Jede Quote enthält eine Marge. Der Quotenschlüssel — die Auszahlungsquote eines Marktes — ist der Anteil aller Einsätze, den dieser Markt zurückzahlt, berechnet als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Die Marge ist 100 Prozent minus diesen Wert.

Ein Smartphone liegt mit dunklem Display auf einem Schreibtisch neben einem Notizbuch und einer Kaffeetasse.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“.

Rechnen wir das an einem zweigleisigen Markt mit je 1,90 auf beide Ausgänge durch. Das ist ein Rechenbeispiel, kein Angebot und keine zitierte Quote. Zwei Quoten von je 1,90 ergeben eine Summe der Kehrwerte von 1,0526, der Quotenschlüssel liegt damit bei rund 95 Prozent, die Marge bei rund 5 Prozent. Setzt ein Spielender 100 € auf einen der beiden Ausgänge, fließen im statistischen Mittel etwa 5 € an den Anbieter und rund 95 € zurück an die Gesamtheit der Wetter. Bei einem ausgeglicheneren Buch mit drei Ausgängen wird die Marge in der Regel etwas größer, bei einem schmalen Zwei-Weg-Markt etwas kleiner — die Spanne liegt je nach Markt und Anbieter meist zwischen 3 und 8 Prozent. Die Untergrenze dieses Bandes kennen wir nicht; die Obergrenze setzt der Wettbewerb.

Das ist die einzige Zahl auf dieser Seite, die für jeden Anbieter gleich aussieht — und die einzige, die kein Anbieter bewirbt. Ein Willkommensbonus in Höhe eines Monatseinkommens klingt großzügig, bis man ausrechnet, was die Umsatzbedingungen verlangen. Die Marge zieht bei jedem einzelnen Wettschein ab, nicht einmalig bei der Anmeldung.

Warum in Deutschland nur die Whitelist zählt

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde. Sie erteilt unter dem Glücksspielstaatsvertrag, der seit dem 1. Juli 2021 gilt, die deutschlandweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und sie überwacht den Markt. Die offizielle Whitelist ist der einzige belastbare Test: Wer dort nicht steht, hat keine Erlaubnis. Die Aufsicht führt dabei die Domain, nicht die Marke — und für jede Sportwetten-Domain einen namentlich genannten Erlaubnisinhaber.

Die Momentaufnahme der Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, sowie drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Alle gelisteten Domains sind .de-Domains — was allein nichts beweist, denn eine .de-Endung kann sich jeder zulegen. Entscheidend ist der Eintrag, nicht die Adresse.

Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre. Die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten, niemals ein Enddatum — wer auf einer Vergleichsseite ein Ablaufdatum liest, liest eine Erfindung.

Was auf dem Wettschein stehen darf und was nicht

Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin, als Einzelwette oder als Kombinationswette — und nur Wetten, die die Behörde im Sportwettprogramm zugelassen hat.

Für Livewetten gilt eine enge Regel: Während eines laufenden Ereignisses sind nur das Endergebnis oder das nächste Tor, der nächste Satz oder ein vergleichbarer Bestandteil in Sportarten wählbar, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball also ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nein. Das erklärt, warum die Livemaske eines lizenzierten Anbieters viel leerer aussieht als die eines Anbieters ohne Erlaubnis.

Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist es ebenfalls nicht: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Wer auf einer Seite ein E-Sport-Wettangebot mit deutscher Erlaubnis findet, findet es nicht mit deutscher Erlaubnis.

Wie die 5,3 Prozent Sportwettensteuer wirken

Die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „entrichteter Wetteinsatz abzüglich der Steuer selbst“. Umgerechnet sind das rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden — der sagt „Wettsteuer“, das Gesetz sagt „Sportwettensteuer“, und bezahlt wird sie in beiden Fällen vom Anbieter.

Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst; belastbar ist dazu nur, was in seinen eigenen Bedingungen steht. Die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis — eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis. Für Gewinne privater Wettender lässt sich auf dieser Grundlage keine Aussage treffen; wer das für seine Situation wissen will, fragt eine Steuerberatung.

Was Offshore kostet, sichtbar erst im Streitfall

Wer Sportwetten für Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel. Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, und die Behörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Die Warnung stammt vom 17. September 2026.

Die strafrechtliche Seite: Das Veranstalten ist mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe belegt, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht belegt — das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Die Behörde kann Angebote untersagen sowie Zahlungen und Netzzugänge sperren.

Zivilrechtlich hat sich etwas bewegt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 für grundsätzlich möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil ist das nicht, und zugesagt ist niemandem etwas.

Der praktische Unterschied lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Ein Angebot ohne Erlaubnis bedeutet keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS und keinen deutschen Rechtsschutz, aber möglicherweise höhere Limits. Ein Angebot auf der Whitelist bedeutet Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür das gesetzliche Einzahlungslimit, eingeschränkte Livemärkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen vom eigenen Konto. Wer das eine will, bekommt das andere nicht dazu.

Altersgrenze, OASIS und das Einzahlungslimit

Mitmachen darf man ab 18. Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt, und es muss vollständig verifiziert werden. Vor Abschluss der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen.

Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einen einzelnen Spielenden ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 Prozent seiner aktiven Spielenden — aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Parallelspielen ist verboten und wird über die Aktivitätsdatei geprüft. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem und wird bei der Registrierung und beim Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person einen Zeitraum nennt, andernfalls mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-stündige Sperre aus. Angebote ohne deutsche Erlaubnis sind an keines dieser Systeme angeschlossen — die Sperre, die man dort selbst setzt, kennt der nächste Anbieter nicht.

Was die Verifizierung von der ersten Einzahlung trennt

Zahlungen laufen nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettgeschäft heraushält — nicht eine Vorliebe der Anbieter, sondern eine Regel.

Für den Ablauf heißt das: Die Einzahlung ist nicht der erste Schritt, sondern der zweite. Wer verifiziert ist, kann einzahlen; wer einzahlt, ohne verifiziert zu sein, spielt bis zu 72 Stunden unter dem 100-Euro-Deckel und kann in dieser Zeit nichts abheben. Die Reihenfolge ist unangenehm, aber sie ist der Grund, warum die Auszahlung später nicht an einer offenen Identitätsfrage hängt.

Kundengelder liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Krypto, anonyme Zahlungsmittel und der eigene Name

Bitcoin-Buchmacher, Krypto-Buchmacher, E-Wallet-Buchmacher: Der Wunsch dahinter ist nachvollziehbar, die Antwort kurz. Bei lizenzierten Buchmachern in Deutschland sind Kryptowährungen nicht vorgesehen, weil anonyme Zahlungsmittel verboten sind und Einzahlungen vom eigenen Konto kommen müssen. Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis kann ein Krypto-Angebot nicht anbieten, ohne seine Erlaubnis zu riskieren.

Wer eine Seite findet, die Bitcoin-Einzahlungen bewirbt, hat damit zugleich den Hinweis gefunden, dass die Seite keine deutsche Erlaubnis hat. Der Nachweis läuft über die Whitelist, nicht über die Zahlungsseite. Das ist kein moralisches Argument, sondern ein praktisches: An eine Krypto-Einzahlung hängt kein Name, und wo kein Name ist, ist kein Sperrsystem und kein Rückforderungsweg.

Für E-Wallets gilt der Unterschied feiner. Erlaubt ist grundsätzlich jede Zahlung über ein Konto auf den eigenen Namen bei einem verpflichteten Institut — welche Marken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen und nirgends sonst. Ein Wallet, das auf einen Namen läuft, ist unproblematisch; eines, das ohne Identitätsprüfung auskommt, fällt unter dasselbe Verbot wie eine anonyme Prepaid-Karte. Diese Grenze verläuft nicht zwischen Zahlungsmarken, sondern zwischen „auf den eigenen Namen“ und „ohne Namen“.

Warum die Auszahlung trotzdem hängt

Wer vor der Anmeldung prüft, ob die gewünschte Methode akzeptiert wird, erspart sich den häufigsten Ärger. Der zweite Punkt ist die Zeitachse: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine Wette auf ein Turnier, das über zwei Wochen läuft, bindet das Guthaben über zwei Wochen. Wer vorhat, innerhalb derselben Woche weiterzuspielen, sollte das vor dem Wettschein wissen.

Bei geschlossenem Konto gilt die Fünf-Werktage-Regel. Für die Dauer zwischen Auszahlungsantrag und Gutschrift gibt es keine gesetzliche Frist, und sie unterscheidet sich nach Zahlungsmethode und nach dem Prüfaufwand, den der Anbieter betreibt.

Bonus, Gratiswette und was die Bedingungen kosten

Boni und Gratiswetten in der Form „ohne Einzahlung“ oder „Wettbonus“ sind Angebote der Anbieter mit Umsatzbedingungen und Mindestquote. Das Glücksspielrecht setzt dafür keine feste Obergrenze. Der Gesetzgeber hat also nicht vorgeschrieben, wie viel Umsatz ein Bonus verlangen darf — das darf jeder Anbieter selbst entscheiden, und genau deshalb steht es in den Bedingungen.

Was ein Bonus in der Praxis verlangt, sind drei Schrauben: ein Faktor, mit dem der Bonusbetrag zu Umsatz wird, eine Mindestquote, unter der kein Wettschein zählt, und eine Frist, nach der die Bedingungen verfallen. Dazu kommt, was mit dem Gewinn passiert — eine Gratiswette, deren Einsatz nicht mitausgezahlt wird, ist weniger wert als der Betrag, der auf ihr steht.

Warum „ohne Einzahlung“ keine Freiheit ist

Ein Bonus ohne Einzahlung klingt wie ein Geschenk ohne Gegenleistung. Er ist eine Gratiswette, und ihr Wert lässt sich ausrechnen. Nehmen wir eine Gratiswette von 10 € auf einen zweigleisigen Markt mit je 1,90 — wieder ein Rechenbeispiel, kein Angebot. Der erwartete Wert liegt bei ungefähr 4,5 €. Denn die Hälfte des Einsatzes ist im Schnitt verloren, der zurückgezahlte Teil des Gewinns trägt den Rest, und der Quotenschlüssel von rund 95 Prozent zieht die Marge ab.

Die Zahl ist ehrlicher als die Zehn auf dem Banner. Sie ist zugleich ein Hinweis darauf, dass ein Bonus ohne Umsatzbedingungen etwas anderes wäre — solche Angebote sind selten, und wer eines findet, findet meist eine Gratiswette mit genau dieser Rechnung dahinter.

Wann ein Neukundenbonus nicht zählt

Ein Bonus, an den Umsatzbedingungen geknüpft sind, gibt den Bonusbetrag nicht frei, sondern verwandelt ihn in eine Arbeitsanweisung. Man muss Umsatz erzeugen, und nur Wetten ab der Mindestquote zählen mit. Das Ergebnis: Man setzt mehr Geld um, als man selbst hätte einsetzen müssen, und zahlt auf jeden dieser Einsätze die Marge des Marktes — bei 5 Prozent Marge und einem Umsatz von 500 € sind statistisch rund 25 € weg, bevor etwas gutgeschrieben wird.

Die Frist entscheidet zusätzlich über den Wert. Ein Bonus, der in einer Woche zu erfüllen ist, ist praktisch nur mit schnellen Wetten in hohen Stücken zu erfüllen; ein längerer Zeitraum oder ein erlaubtes Weniger pro Wette ändert die Rechnung schlagartig. Und weil das Glücksspielrecht hier keine Grenze zieht, findet sich kein Anbieter, der einem die Prüfung abnimmt. Wer diese drei Schrauben nicht liest, liest einen Bonus, den es nicht gibt.

Fabrikneue Codes handeln sich zudem ein rechtliches Problem ein: Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis darf nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz pro Wette vergüten; solche Modelle sind bei Erlaubnisinhabern nicht zulässig.

Zahlungswege: Vom Antrag bis zum Geld auf dem Konto

Wer vor der Anmeldung herausfinden will, wo das ausgezahlte Geld am schnellsten liegt, sollte auf die Verifizierung schauen und nicht auf das Konto. Bei einem Anbieter mit Sportwettlizenz sind Karten ebenso zulässig wie Überweisung oder E-Wallets auf den eigenen Namen; welche Marken dieser Anbieter akzeptiert, steht in seinen Bedingungen. Abweichungen gibt es weniger zwischen den Marken als zwischen den Zeitpunkten: Die Verifizierung, die Konto- und Namensprüfung und das Ende des Ereignisses bestimmen den Kalender, nicht die Auszahlungsmethode.

Der Quotenvergleich verliert an Wert, wenn davor ein Limit, eine Frist oder eine Zahlungsbeschränkung steht, von der die Bedingung des Bonus abhängt. Ein Bonus, der einen bestimmten Weg verlangt und nur am Rand erwähnt, ist eine Zahlungsbeschränkung, kein Zahlungsvorteil.

Wo der Anbieter nicht weiterkommen kann

Bei einer ausländischen Zahlungsmethode oder einem Konto, das nicht auf den eigenen Namen lautet, kann der Anbieter nicht weiterhelfen — er darf nicht einmal. Ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut ist Voraussetzung, und welche Marke auf dem Konto steht, ist dabei zweitrangig. Diesen Punkt unterschätzen viele beim Wechsel: Wer bei einem Anbieter angenommen wurde, hat damit keine Zusage für den nächsten.

Cash-out, Livemasken und die Zahl der Märkte

Cash-out ist eine freiwillige Funktion des Anbieters, kein gesetzlicher Anspruch. Es gibt keine gesetzliche oder behördliche Regel dazu, und wer sie in Anspruch nimmt, nimmt einen Preis in Kauf, der im Moment des Klicks entsteht. Wer damit rechnet, dass die Funktion bei jedem Anbieter und in jedem Markt verfügbar ist, plant mit etwas, das nicht zugesagt ist.

Für Livewetten gilt die Regel aus dem Abschnitt zur Erlaubnis: Während eines laufenden Ereignisses sind nur das Endergebnis und seltene Vorkommnisse wählbar. Sichtbar ist die Folge, wenn man sich ansieht, wie schmal die Liveauswahl auf einer lizenzierten Seite im Vergleich zu einem Angebot ohne Erlaubnis ausfällt. Das ist keine Schwäche des Anbieters, sondern der Rahmen, in dem er arbeiten darf.

Was ein Einzelner an einem Abend tatsächlich nutzen kann, hängt zudem an der Erlaubnis des Anbieters für bestimmte Wettarten — im Sportwettprogramm der Behörde. Es gibt keine gesetzliche Höchstgrenze für den Einsatz bei Sportwetten.

Warum eine Vorhersage keine Zusage ist

Tipps und Favoritenrollen für Turniere sind Einschätzungen aus Form und Quoten und kein Versprechen. Sicher ist bei Wetten nichts. Wer eine Seite aufruft, weil dort der Favorit der Weltmeisterschaft ausgerufen wird, findet eine Meinung — dieselbe Meinung, die der Markt selbst in die Quote eingerechnet hat.

Der ehrliche Umgang mit dem Thema besteht darin, die Mechanik zu erklären: Quoten spiegeln Wahrscheinlichkeiten mit Marge, Favoritenrollen sind Markterwartungen, und ein Turnier mit vielen Spielen hat mehr Wege als einen. Eine Einzelwette auf einen Favoriten zahlt meist weniger aus als der Einsatz zu sichern; eine Kombination zahlt mehr aus und trifft seltener. Was nichts davon verspricht, ist ein Gewinn.

Einzelwette, Kombiwette und was Kombinationen ausrechnen

Quoten, Einzelwetten und Kombinationen wie Heinz oder Goliath unterscheiden sich in Auszahlung, Risiko und der eingerechneten Marge. Bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten der Einzelteile zu einem Preis. Aus drei Wetten mit je 2,00 werden 8,00 — dasselbe Ergebnis in einem Wettschein, das mit Einzelwetten nur über drei weitere Wetten zu erreichen wäre.

Das klingt nach dem besseren Weg, ist aber der schlechtere Umgang mit der Marge: Die Marge wird bei jeder Kombination über alle Einzelteile hinweg eingerechnet, und wer drei Teile kombiniert, zahlt die Marge dreimal. Die Chance, dass alle Teile zutreffen, sinkt zugleich auf das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten — sie wird kleiner als jede einzelne. Der höhere Auszahlungsbetrag ist der Preis für ein seltener erreichtes Ergebnis, keine Rendite.

Wann eine Einzelwette den Vorzug verdient

Wer eine Einschätzung hat, setzt sie in einer Einzelwette um. Kombinationen sind ein anderer Anlass: ein Abend, an dem man ohnehin mehrere Spiele schaut, oder ein hoher Auszahlungsbetrag als Ziel statt als Ergebnis. Wer die Marge sehen will, sieht sie in der Differenz von Quotenschlüssel zu 100 Prozent — und je mehr Teile eine Kombination hat, desto mehr von dieser Differenz steckt in dem einen Preis.

Was lizenzierte Buchmacher anbieten — und was nicht

Fußball, Tennis, Darts, Boxen und American Football sind abgedeckt. Diese fünf Sportarten spannen das Angebot eines Sportwettprogramms auf: Fußball als Kern, Tennis als der Sport mit der kleinsten Mannschaft und einem klaren Satz-Rhythmus während des Spiels, Darts und Boxen als Einzel-Events mit hoher Schlagzahl, American Football als saisonaler Block. Wer eine NFL-Nacht plant, plant ein kurzes Jahr: Die Saison läuft von Herbst bis Winter.

Die Grenze verläuft nicht an den Sportarten, sondern an dem, was das Sportwettprogramm zulässt. Was ein Anbieter tatsächlich im Programm führt, steht in seinem eigenen Wettprogramm. Wer vor einem Turnier prüft, ob ein bestimmtes Event angeboten wird, prüft im Wettprogramm des Anbieters — nicht in einer Vergleichstabelle.

Warum E-Sport nicht dazugehört

Wetten auf E-Sport bieten lizenzierte Anbieter in Deutschland nicht an, weil E-Sport von der Behörde nicht als Sport anerkannt wird. Eine WM 2026 im E-Sport gibt es im lizenzierten deutschen Angebot nicht. Wer ein solches Angebot sieht, sieht eine Seite ohne deutsche Erlaubnis. Das ist die klarste Grenze zwischen lizenziert und nicht lizenziert, die es gibt, weil sie an einer behördlichen Feststellung hängt und nicht an einer Auslegung.

Neue Namen und die Whitelist als Filter

Neue Buchmacher gelten erst nach Eintrag in die Whitelist als erlaubt; unbekannte Namen ohne Eintrag sind in Deutschland nicht zulässig. Ein neuer Anbieter taucht dort als Eintrag mit einer Sportwetten-Domain und einem namentlich genannten Erlaubnisinhaber auf — nicht als Marke mit einer Geschichte.

Das ist die schnellste Prüfung, die für einen unbekannten Namen existiert. Ein unbekannter Name ohne Eintrag ist nicht „neu“, sondern verboten; wer ihn ohne Prüfung ausprobiert, trägt das Risiko eines Anbieters ohne Zugang zu OASIS oder LUGAS und ohne deutschen Rechtsschutz. Bei einem alten Namen ist es umgekehrt: Die Marke kann lange bestehen, ohne dass die aktuelle Domain in der Liste steht.

Unsere Prüfung der zehn Anbieter im Vergleich

Die Rangliste ordnet Anbieter nach Erlaubnis, Quoten, Bonusbedingungen, Zahlungswegen und App. Die Reihenfolge, die die Whitelist vorgibt, ist eine Prüfung der Erlaubnis — die Rangfolge dieser Übersicht ist eine Prüfung der Brauchbarkeit. Die Liste führt die Betreiberin, wie sie dort steht, und das Erteilungsdatum für die Ersterlaubnis; ein Enddatum steht dort nicht.

Marke Betreiberin laut Whitelist Sportwetten-Erlaubnis seit
MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited 6. November 2023
Betway Betway Limited 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022
Tipwin Tipwin Limited 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024
888sport 888 Germany Limited 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022
LeoVegas LVSports Limited 21. Oktober 2024
NEO.bet Greenvest Betting Limited 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022
VBet SCGO Limited 5. Dezember 2023
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis 8. Dezember 2022
Tipico Tipico Co. Limited 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022

Die Spalte mit den Folgeerlaubnissen zeigt, was ein Vergleich sonst verschweigt: Erlaubnisse werden nicht einmalig erteilt und dann vergessen. Wer eine Domain mit einem alten Erstdatum sieht, sieht nicht selten eine Reihe von Verlängerungen. Wer dagegen eine Domain mit jungem Erstdatum und ohne Folgeerlaubnis sieht, sieht einen Neuling auf dem Papier. Die Reihenfolge der Liste sagt nichts über Quoten und nichts über Bonusbedingungen — sie sagt nur, wer überhaupt anbieten darf.

1. MERKUR BETS — Sportwetten-Erlaubnis seit November 2023

Die Whitelist führt für MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, und verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Damit gehört die Marke zu den jüngeren Einträgen im oberen Teil der Übersicht.

Was das für einen Spielenden bedeutet, ist eine Frage der Reihenfolge: Ein Erlaubnisdatum von 2023 heißt nicht, dass das Angebot schmal ist, sondern dass die Liste die Marke erst seitdem kennt. Ein Enddatum nennt die Liste nicht.

Unser Urteil: Ein sauberer Eintrag mit aktuellem Datum — wer einen Anbieter sucht, der noch nicht seit einem Jahrzehnt im deutschen Markt steht, aber vollständig unter den Regeln der Erlaubnis arbeitet, findet hier einen unauffälligen Platz in der Liste. Die jüngere Historie macht die Marke nicht besser und nicht schlechter, sie macht sie schlechter vergleichbar: Weniger Jahre heißt weniger Gelegenheiten, die eigenen Bedingungen an der Praxis zu prüfen.

2. Betway — lange Erlaubniskette und getrennte Casino-Erlaubnis

Für Betway ist die Betway Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Dazu kommt eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 2. Oktober 2026. Die Ersterlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt für Online-Sportwetten erteilt und erlaubte das Angebot an Kunden in ganz Deutschland.

Wichtig ist die Trennung: Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele sagt nichts über die Sportwetten-Erlaubnis und umgekehrt. Sportwetten und Casino sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln. Wer die Casino-Erlaubnis als Argument für das Sportwettenangebot liest, verwechselt zwei Papiere.

Unser Urteil: Die längste saubere Kette im Vergleich, vom Erstdatum 2021 über eine Folgeerlaubnis bis zu einem zweiten Geschäft mit eigenen Regeln. Der Unterschied zu den Häusern mit Erstdatum 2020 ist klein und liegt im Kalender; der Unterschied zu einem Neuling liegt darin, dass diese Erlaubnis bereits eine Prüfrunde hinter sich hat.

3. Tipwin — Familienunternehmen seit dem ersten Tag des lizenzierten Markts

Tipwin steht mit der Tipwin Limited als Betreiberin in der Liste, Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024. Das Erstdatum gehört zu den frühen der lizenzierten Phase. Das Unternehmen ist ein Familienunternehmen; Geschäftsführer ist Dr. Damir Böhm.

Eine Erlaubnis seit den ersten Tagen des lizenzierten Marktes bedeutet, dass die Marke die Einführung des Einzahlungslimits, der Aktivitätsdatei und der Verifizierungspflicht mitgemacht hat. Das ist keine Aussage über die Quoten, aber eine über die Dauer der Aufsicht.

Unser Urteil: Die Kette aus Ersterlaubnis und zwei Folgeerlaubnissen unterscheidet den Anbieter kaum vom Markt — die Familienstruktur tut es. Wer eine inhabergeführte Struktur einem Konzern vorzieht, findet hier einen der wenigen Einträge, bei dem der Geschäftsführer namentlich zu nennen ist.

4. 888sport — Konzernmarke mit Erlaubnis seit Mitte 2021

Für 888sport führt die Whitelist die 888 Germany Limited als Betreiberin: Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Marke gehört zur 888-Gruppe, deren Holdinggesellschaft 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.

Die Börsennotierung ist kein Spielerschutzargument — sie sagt nichts über das Sportwettenangebot in Deutschland. Sie sagt etwas über die Größe der Gruppe. Für den Vergleich ist das insofern relevant, als die deutsche Erlaubnis hier auf eine Gesellschaft lautet, die Teil einer internationalen Struktur ist.

Unser Urteil: Ein Konzerneintrag ohne Auffälligkeit in der Akte — die Größe der Gruppe ist für die Erlaubnisfrage eine Fußnote, kein Argument. Wer eine börsennotierte Struktur als Stabilitätssignal liest, liest etwas anderes als das, was die Whitelist bestätigt.

5. Betano — Erlaubnisinhaber mit anderem Namen als die Marke

Für Betano führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta. Das Erstdatum der Sportwetten-Erlaubnis ist der 19. Februar 2021; eine Folgeerlaubnis ist vom 16. Dezember 2022 verzeichnet. Die Betkick Sportwettenservice, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, erhielt im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und bietet unter der Marke Betano Wetten an.

Der Weg über den Erlaubnisinhaber ist hier der lehrreiche Teil: Ein Eintrag für eine Marke kann auf eine Gesellschaft lauten, deren Name auf der Wettseite nicht auftaucht. Wer die Erlaubnis prüfen will, prüft den Inhaber, nicht die Marke.

Unser Urteil: Eine Erlaubnis aus dem ersten Anlauf der deutschen Sportwettenregulierung, 2022 verlängert, mit einem Betreibernamen, den kaum ein Spielender kennt. Wer nur die Marke sucht, sucht an der falschen Stelle; wer den Inhaber prüft, findet hier eine der ältesten laufenden Akten.

6. LeoVegas — erst Casino, dann Sportwetten

Für LeoVegas führt die Whitelist die LVSports Limited als Betreiberin: eine Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 und eine für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Bemerkenswert ist die Reihenfolge — die Casino-Erlaubnis kam vor der Sportwetten-Erlaubnis. Der Sporteintrag ist damit einer der jüngsten im oberen Teil der Liste.

Für einen Sportwettenvergleich ist das eine Vorinformation: Ein Haus, das zuerst Casino war, bringt eine andere Nutzerführung mit als ein Haus, das zuerst Sportwetten war. Ob das ein Vorteil ist, entscheidet der eigene Blick auf die Seite.

Unser Urteil: Ein Casino-Erbe trägt eine junge Sportwetten-Erlaubnis — wer nach Jahren deutscher Sportwetten-Praxis auswählt, wird hier nicht fündig, und wer eine jahrelang erprobte Spielumgebung sucht, schon. Die beiden Erlaubnisse bleiben getrennte Papiere, und die Reihenfolge ihres Erteilens sagt mehr über die Marke als über das Angebot.

7. NEO.bet — Erlaubnis aus der ersten Oktoberwoche 2020

Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin, Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Damit gehört der Eintrag zu den ältesten der lizenzierten Phase.

Drei Anbieter mit demselben Erstdatum und derselben Folgeerlaubnis: Das ist kein Zufall, sondern der Zeitplan des Marktstarts. Wer die Liste liest, liest einen Kalender. Darin liegt die nützlichste Perspektive auf einen so alten Eintrag: Er zeigt, wer von Anfang an dabei war.

Unser Urteil: Ein Anbieter der ersten Stunde mit unspektakulärer Akte — was daraus folgt, ist weniger eine Empfehlung als ein Vergleichsmaßstab. Ein Haus ohne dieses Erstdatum ist nicht automatisch schlechter, aber es hat diese Jahre unter deutscher Aufsicht nicht hinter sich.

8. VBet — Erlaubnis seit Dezember 2023

Für VBet führt die Whitelist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, und verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Die SCGO Limited steht in der Liste auch für andere Domains.

Die Marke kam in den Markt, als Einzahlungslimit, OASIS und LUGAS längst in Kraft waren. Es gibt für sie keine Phase vor diesen Regeln — was den Vergleich mit etablierten Häusern fair macht, aber auch die Frage aufwirft, was die Markeüber die reine Erlaubnis hinaus anbietet. Wer das prüfen will, prüft das Wettprogramm und die eigenen Bedingungen.

Unser Urteil: Ein sachlicher Eintrag mit kurzer Geschichte im deutschen Markt. Die Erlaubnispflicht ist erfüllt, die Vergleichsgrundlage ist dünner, und wer den Betrieb dahinter richtig beurteilen will, beginnt beim Sportwettprogramm — nicht beim Erlaubnisdatum.

9. Winamax — Erlaubnis mit nachvollziehbarem Erteilungsweg

Die WINAMAX SA erhielt vom Regierungspräsidium Darmstadt am 29. Juni 2021 eine Erlaubnis für Online-Sportwetten und verlängerte sie mit Bescheid vom 8. Dezember 2022. Beaufsichtigt wird das Unternehmen von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Das ist ein Eintrag, bei dem sich der Weg zur Erlaubnis namentlich nachvollziehen lässt: eine konkrete Behörde, ein konkretes Datum, eine Verlängerung. Für den Spielbetrieb ist das kein Vorteil — aber es ist der Nachweis, dass der Anbieter ohne Umweg über eine Marke prüfbar ist.

Unser Urteil: Der am klarsten dokumentierte Erteilungsweg im Vergleich. Wer vor der Anmeldung wissen will, wohin er schaut, findet hier Behörde, Datum und Verlängerung in einem Zug. Der Vorteil ist Transparenz, nicht Quote.

10. Tipico — ältester Eintrag im Vergleich und ein offenes Verfahren

Für Tipico steht die Tipico Co. Limited mit Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan, Malta, als Betreiberin in der Liste: Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Gegründet wurde das Unternehmen 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle.

Und hier wird der Vergleich konkret. Tipico ist der Anbieter, dessen Name in dem Verfahren steht, das der Bundesgerichtshof am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt hat: Ein Kläger fordert mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Die Vorlage betrifft die Frage, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Generalanwalt hielt in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 eine Rückzahlungspflicht für grundsätzlich möglich. Das Verfahren richtet sich auf Altfälle aus einer Zeit, in der es die heutige Whitelist nicht gab — die aktuelle Erlaubnis steht davon unberührt, und ein Urteil ist nicht gesprochen.

Unser Urteil: Der bekannteste Name im Vergleich und der einzige mit einem laufenden Verfahren, das die Zeit vor der Erlaubnis betrifft. Wer die heutige Geschäftsbasis nach der Whitelist beurteilt, findet hier eine der ältesten laufenden Akten; wer Verluste vor 2018 bewertet, findet einen offenen Rechtsstreit und keine Antwort.

Häufige Fragen zu Buchmachern in Deutschland

Was unterscheidet einen lizenzierten Buchmacher von einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis?

Ein lizenzierter Anbieter steht mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und ist an OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit gebunden. Ein Anbieter ohne Erlaubnis ist an keines dieser Systeme angeschlossen; es fehlen deutscher Rechtsschutz und die Kontrolle über Limits und Sperren.

Wie legen Buchmacher ihre Quoten fest, und was bedeutet die eingerechnete Marge?

Die Quote spiegelt die geschätzte Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Einsatz behält: Bei zwei Quoten von je 1,90 liegt der Quotenschlüssel bei rund 95 Prozent und die Marge bei rund 5 Prozent, je nach Markt meist zwischen 3 und 8 Prozent.

Woran erkennt man anhand der GGL-Whitelist, welche Buchmacher in Deutschland erlaubt sind?

Auf der Liste steht zu jeder Sportwetten-Domain ein namentlich genannter Erlaubnisinhaber und das Erteilungsdatum. Die Momentaufnahme vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge. Eine .de-Domain allein beweist nichts; nur der Eintrag zählt, und die Liste nennt kein Enddatum.

Was bedeuten OASIS, LUGAS und das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat?

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Anmeldung und Login abgefragt wird. LUGAS setzt das Einzahlungslimit von standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter durch. Parallelspielen ist verboten; Angebote ohne deutsche Erlaubnis sind an beide Systeme nicht angeschlossen.

Wer trägt die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent, und wie wirkt sie sich auf Quote und Auszahlung aus?

Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Bemessungsgrundlage ist der entrichtete Wetteinsatz abzüglich der Steuer selbst, das sind rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Ob und wie der Anbieter sie weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Welche Rolle spielen Umsatzbedingungen und Mindestquote bei einem Buchmacher-Bonus?

Umsatzbedingungen legen fest, wie oft der Bonusbetrag vor einer Auszahlung umgesetzt werden muss; die Mindestquote bestimmt, welche Wettscheine dabei zählen. Das Glücksspielrecht setzt dafür keine Obergrenze — Faktor, Mindestquote und Frist stehen nur in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Inhalt erstellt vom Team «Sportwetten in Deutschland»